Marlene und ich
Wenn ich mir was wünschen dürfte
von Thomas Matschoß

Eine junge Schauspielerin kommt eines Abends, nach einem besonders frustrierenden Vorsprechtermin für eine Tiefkühlpizzawerbung, nach Hause. Irgendwann klingelt es an ihrer Tür. Draußen steht nur ein alter Koffer. Darin: Ein schwarzer Zylinder. Ein Smoking. Ein altes Telefon. Schwanenfedern. Ein Strumpfband. Briefe. Und Lieder. Unzählige Lieder.
Gut: Vielleicht hat sie an diesem Abend schon etwas zu viel getrunken. Vielleicht ist es ja nur ihre überbordende Phantasie. Oder die Magie des Theaters. Auf jeden Fall klingelt bald darauf das alte Telefon im Koffer...

Marlene und ich lässt Marlene Dietrich wieder lebendig werden. Sie wird an diesem Abend zur Beraterin der jungen Schauspielerin. Für ihre Karriere, für ihr Liebesleben, für Politik und Alltag, für einfach alles hat Marlene den richtigen Rat, das richtige Lied. Von „Wenn ich mir was wünschen dürfte“ über „Sag mir wo die Blumen sind“ bis zu „Lili Marleen“ hören wir einen Querschnitt von Marlene Dietrichs schönsten Liedern.
Ein Stück über die Rollen, die wir alle, ob nun Schauspielerin oder nicht, Zeit unseres Lebens spielen. Über die Rolle der Frau in einer Männerwelt. Über die Rollen, die man im Leben spielt, die man glaubt zu spielen und auch über die, die man niemals spielen wollte und doch nie wieder los wird.
Ein Stück über die Suche nach Wahrhaftigkeit.

Sina Schulz spielt Marlene und die junge Schauspielerin und Arne Gloe begleitet sie an Akkordeon und Klavier.
Regie: Thomas Matschoß
Ausstattung: Anja Imig
Uraufführung: Freitag, 23. November, 19.30 Uhr